Alles Kämpfen nützte letztlich nichts: Die Beo Yetis (in Petrolgrün) zogen im Halbfinale gegen den EHC Brandis den Kürzeren. (Bild: PeakZ.Media)
Eishockey – Grosse Enttäuschung bei der 1. Mannschaft der Beo Yetis: Die 2.-Liga-Mannschaft scheidet nach drei Niederlagen in der Playoff-Halbfinalserie gegen den EHC Brandis aus.
Als klare Favoriten waren die Beo Yetis ins Playoff-Halbfinale gegen den EHC Brandis gestartet. Doch bereits die erste Partie vom 10. Februar zeigte, dass diese Serie alles andere als ein Selbstläufer wird. Die Emmentaler, die sich im Viertelfinale mit 2:1 Siegen gegen den SC Freimettigen durchbissen, waren bereits voll im Playoff-Modus und konnten als «Underdogs» im Halbfinale befreit aufspielen. So leisteten sie von Beginn weg starke Gegenwehr und zogen ein effizientes Angriffshockey auf. Das erste Halbfinalspiel – die Yetis hatten sich nach einem zwischenzeitlichen 0:3 wieder zurückgekämpft – endete kurz vor Mitternacht im Penaltyschiessen, wo die Gäste das entscheidende Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatten.
Keine gute Leistung zeigten die Yetis im zweiten Spiel letzten Donnerstag: Auswärts in Hasle-Rüegsau verloren sie 1:4 und standen vor dem Heimspiel vom Samstag, 14. Februar, bereits mit dem Rücken zur Wand: Verlieren verboten, lautete die Devise. Spiel Nummer 3 in Matten, vor einer schönen Kulisse mit 428 Zuschauerinnen und Zuschauern, avancierte auf dem Eis zu einem zähen Abnützungskampf: Die Yetis, trotz klarem Chancenplus, rannten dreimal einem Rückstand hinterher, konnten aber dreimal reagieren. In der 17. Minute der Verlängerung dann der K.o.-Schlag durch Brandis-Stürmer Yanis Tschiemer: Sein 4:3 brachte die Entscheidung: Spiel vorbei, Saisonende für die Yetis, Finaleinzug für Brandis.
«Hätten Sieg nach 60 Minuten verdient»«Natürlich ist die Enttäuschung gross», sagt Thomas Beugger, Assistenztrainer der Beo Yetis. «Es rechnete niemand damit, dass wir nach drei Playoffspielen ausscheiden würden.» Seine Mannschaft habe nicht sofort in den «Playoff-Mood» gefunden; das gewisse Etwas habe den Yetis im Halbfinale gefehlt. «Im dritten Spiel dann haben wir gezeigt, dass wir Hockey spielen können», so Beugger. «Wenn wir drei solche Partien spielen, verlieren wir garantiert nicht dreimal.» Besonders brutal sei die Niederlage vom letzten Samstag. «Wir hätten den Sieg bereits nach 60 Minuten verdient gehabt.»
War die Pause von zweieinhalb Wochen zwischen der Masterround und dem ersten Halbfinalspiel, während Brandis mit seinen drei Viertelfinalpartien im Spielrhythmus blieb, möglicherweise ein mitentscheidender Faktor? «Das kann uns niemand sagen», so Beugger. Für sein Team kam die Pause nicht ungelegen, da sich diverse angeschlagene Spieler auskurieren konnten. «Aber vielleicht hätte uns Spielpraxis gut getan – wer weiss.»
«Riesiges Potenzial»
Nach dem Ausscheiden schliesst die 1. Mannschaft der Beo Yetis die Saison mit ein paar letzten Eistrainings ab. Eine Saison, auf die man dennoch stolz sein könne. «Wir haben einiges geleistet», so Beugger. «Nach der Fusion hatten wir ein zusammengewürfeltes Team, in dem wir alle den Tritt finden konnten.» Der harzige Start in die Saison kam für Beugger nicht unerwartet. Dann aber machte das Team riesige Fortschritte, konnte neun Meisterschaftsspiele in Folge gewinnen. «In dieser Mannschaft steckt ein riesiges Potenzial, das mich für die Zukunft sehr positiv stimmt», bilanziert der Assistenztrainer.
Damit ist die Saison für die Aktivteams der Beo Yetis beendet – mit einer Ausnahme: Die 3. Mannschaft bestreitet in der 4. Liga noch drei Finalrundenpartien, darunter ein Heimspiel. Dieses findet am Sonntag, 1. März, um 17.15 Uhr in Matten statt. Gegner ist der SC Altstadt Olten.
www.beo-yetis.ch19. Februar 2026