Am Holzbildhauerei-Symposium lassen sich die Künstlerinnen und Künstler bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. (Bild: zvg)
Kultur

Internationale Schnitzlerkunst und hochkarätige Konzerte

Kommende Woche findet in Brienz das 14. Internationale Holzbildhauerei-Symposium statt. 15 Künstlerinnen und Künstler schnitzen ihre Werke vom 30. Juni bis 4. Juli unter den Augen der Besuchenden. Umrahmt wird der Anlass von musikalischen Acts.

Das Holzbildhauerei-Symposium in Brienz ist keine gewöhnliche Ausstellung. Speziell ist erstens der Schauplatz am Brienzer Quai beim Cholplatz: Direkt am See lassen sich die teilnehmenden Bildhauerinnen und Bildhauer bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Nach fünf Tagen Live-Holzbildhauerei (jeweils von 9.00 bis 12.00 sowie von 13.30 bis 18.00 Uhr) werden die fertigen Werke im Rahmen einer Finissage ­gewürdigt. 15 Holzbildhauerinnen und -bildhauer aus insgesamt sieben Nationen – Schweiz, Japan, Neuseeland, Deutschland, Niederlande, Österreich und Argentinien – nehmen am diesjährigen Symposium teil, darunter einige Lernende der «Schnätzi», der Schule für Holzbildhauerei in Brienz. Wie die fertigen Skulpturen dereinst aussehen, dazu existieren durchaus bereits Skizzen und Projektbeschriebe. Diese lassen erahnen, welche Vielfalt an Schnitzlerkunst auch in diesem Jahr wieder am Brienzer Quai zu bestaunen ist.

Aareschwumm und Stachelrochen
«Der letzte Schrei» lautet beispielsweise das Projekt von Clara Wiesbeck aus Deutschland, die auch gleich die Frage stellt, von wem dieser letzte Schrei eigentlich kommt und worauf er sich bezieht. «Farbtuubä» nennt der Lernende Timon Graf sein Werk, das er mit Kettensäge und Winkelschleifer gestalten und teilweise mit Ölfarbe bemalen wird. Sein Lehrmeister Markus Flück gehört diesmal selber zu den teilnehmenden Künstlern und wird im Projekt «Aare­schwumm» gemeinsam mit Severin Maurer das einmalige Badeerlebnis, normalerweise angesiedelt zwischen Thun und Bern, an den Brienzersee holen. Ebenfalls vom Wasser inspirieren lässt sich die Japanerin Sato Haguri: Mit einem Salzwasser-Stachelrochen am Brienzersee widerspiegelt sie ihre eigene Präsenz als Aussenstehende in der Schweiz.

Vielfältige Konzerte
Das Eventprogramm des Holzbildhauerei-Symposiums geht über die Schnitzlerkunst hinaus: Auch hochkarätige Konzerte auf der Bühne direkt am See gehören dazu. Den Start macht am Dienstag, 30. Juni, ab 20.00 Uhr ein Folk­loreabend mit dem Frauen- und Männerchor Sängerbund Meiringen, Alphornbläsern und Fahnenschwingern. Am Dienstag, 2. Juli, tritt um 20.30 Uhr die aufstrebende Sängerin Amaya Gloor aus Sundlauenen auf die Bühne. Einen Tag später gibt es Musik für Fans der 80er-Jahre: «RoxXxet» ist ein Tribut an das schwedische Popduo Roxette, das mit Hits wie «The Look» oder «It must have been Love» weltberühmt wurde. Die fünfköpfige Cover- und Partyband Upgrade sorgt am Samstag, 4. Juli, nach der Finissage für einen letzten musikalischen Höhepunkt. Das Holzbildhauerei-Symposium ist für Besucherinnen und Besucher kostenlos und findet bei jeder Witterung statt. Es gibt täglich eine Festwirtschaft mit wechselndem Tages­menü und Barbetrieb. Das Gelände auf der Seepromenade sowie beim Cholplatz ist kinderwagentauglich und rollstuhlgängig. Der Cholplatz ist ab Bahnhof Brienz in rund fünf Minuten zu Fuss erreichbar; Parkplätze gibt es beim Kino Brienz, bei der Schiffstation oder beim Brienz-Rothorn-Bahn-Parking.

www.symposium-brienz.ch
25. Juni 2026

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