Sven Suter im Abschluss. Er traf zum zwischenzeitlichen 2:3. (Bilder: PeakZ.Media)
Eine beeindruckende Serie fand gestern Abend ein Ende: Nachdem die Beo Yetis neun von neun Meisterschaftspielen im Eissportzentrum Jungfrau gewonnen hatten, mussten sie am Dienstag erstmals vor Heimpublikum als Verlierer vom Eis – und dies zur Unzeit, nämlich zum Start der Playoff-Halbfinals. In einem spannenden und kämpferischen Spiel setzte sich der EHC Brandis im Penaltyschiessen durch.
Begonnen hatte der Abend für die Yetis optimal: Yannis Djerrah lenkte in der allerersten Minute einen Schuss von Pascal Rosser gekonnt zum 1:0 ins Tor. In der Folge verloren die Yetis allerdings den Faden. In weniger als vier Minuten kassierten sie drei Gegentore.
Im 2. Drittel dann die grosse Aufholjagd der Hausherren: Nach Toren von Sven Suter und Lars Paulmichl war die Partie wieder ausgeglichen – und kurz vor Drittelsende gelang den Yetis durch Krister Marins die erneute Führung. Ein spannendes Schlussdrittel war vorprogrammiert. Emotionen und Kampfwille dominierten nun auf beiden Seiten. Die Strafbänke waren gut besetzt. Vorerst verpassten es jedoch beide Teams, ihre Überzahlsituationen in Tore umzumünzen – bis in der 55. Minute die Gäste durch Fabio Iseli im Powerplay doch noch ausglichen.
Eine maximal 20-minütige Verlängerung wurde angesetzt. Ein Tor hätte das Spiel nun sofort beendet. Die Yetis wehrten sich jedoch erfolgreich gegen die Angriffe der Emmentaler, die fast zwei Minuten lang in doppelter Überzahl agieren konnten. Yetis-Goalie Lukas Widmer zeigte eine starke Partie und machte in der Overtime sämtliche Versuche des Gegners zunichte.
So musste, inzwischen weit nach 23.00 Uhr, das Penaltyschiessen entscheiden. Nach jeweils fünf Schützen stand es 2:2. Während Luca Homberger und Luca Lüthi für Brandis jeweils zum zweiten Mal einnetzen konnten, verwertete auch Kristers Marins für die Yetis seinen zweiten Penalty – im entscheidenden dritten Versuch jedoch blieb er hängen, so dass den Einheimischen an diesem späten Dienstagabend nur der Frust blieb.
Am Donnerstag Abend haben die Yetis in Hasle-Rüegsau die Gelegenheit, die Serie wieder auszugleichen. Verlieren sie auch ihre zweite Partie, geht es am Samstag im Eissportzentrum Jungfrau bereits darum, das vorzeitige Saisonende abzuwenden.
Auch Verteidiger Lars Paulmichl reihte sich unter die Torschützen ein.

Vor Spielbeginn überreichte Yetis-Präsident Alfred Tschabold (2. von links) einen Scheck über 12'500 Franken an Swen Kohler (3. von links), Mitglied der Sportkommission der Beo Yetis und Nachwuchsvertreter. Der Ertrag aus dem Altjahrsderby vom 27. Dezember kommt vollumfänglich den Beo Young Yetis zugute.
www.beo-yetis.ch11. Februar 2026