Aus dem Gemeinderat

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Gemeindeversammlung vom 26. November 2025
An der Gemeindeversammlung vom 26. November 2025 waren 98 Stimmberechtigte anwesend, was einer Stimmbeteiligung von 37,55 % entspricht. Dabei wurden das Budget 2026, die Kredite für die Sanierung Trinkwasser- und Regenwasserableitung Zehntstadelstrasse von Fr. 275’000.– sowie die Anschaffung von neuen Wasserzählern von Fr. 70’000.– genehmigt. Die Initiative «Vollständige Einschränkung für den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland für die nächsten 5 Jahre nach Art. 9 EG BewG» wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Vom Investitionsbudget 2026 sowie vom Finanzplan 2025 – 2030 wurde Kenntnis genommen.
Für die Amtsdauer 2026 – 2029 wurden Gemeinderatswahlen durchgeführt. Da nur eine Kandidatur eingegangen ist, wurde der bisherige Gemeindepräsident Beat Studer vom Gemeinderat formell gewählt. Der Versammlung wurde die Wahl zur Kenntnis gebracht. Für 4 Sitze im Gemeinderat stellten sich 5 Personen zur Verfügung.

Gewählt wurden: (Absolutes Mehr: 47 Stimmen)
  • Studer Andrea, 1979, bisher 91 Stimmen
  • Kaufmann Michael, 1985, neu 85 Stimmen
  • Lengacher Gerhard, 1959, bisher 82 Stimmen
  • Schneider Christoph, 1986, neu 75 Stimmen
Stimmen haben erhalten:
  • Studer Andreas, 1964, neu 41 Stimmen
Die Ressortverteilung sowie die Wahl vom Vizepräsidium findet an der ersten Sitzung vom 17. Dezember 2025 statt.
Nach der Demission von Anderegg Treuhand AG per 31. Dezember 2025 als Rechnungsprüfungsorgan wurde der Versammlung die Lehmann und Bacher Treuhand AG, Meiringen und Grindelwald zur Wahl vorgeschlagen. Die Lehmann + Bacher Treuhand AG wurde für die Amtsperiode 2026 – 2029 gewählt.
Anschliessend an die Versammlung wurden die Teilnehmer der Versammlung zu einem Apéro im Restaurant Becher, Niederried, eingeladen.

Finanzplan 2025 – 2030
Der Finanzplan weist im Allgemeinen Haushalt in den Jahren 2025 – 2030 negative Ergebnisse aus. Ende 2030 wird ein Bilanzüberschuss von Fr. 735’300.– oder 15,6 Steueranlagezehntel erwartet. Entsprechend diesen Ergebnissen ist die Selbstfinanzierung neuer Investitionen gering.
Neue Investitionen im Allgemeinen Haushalt ab 2026 betragen netto rund Fr. 791’000.–oder Fr. 158’200.– durchschnittlich pro Jahr. Die Folgekosten betreffend Abschreibungen und Zinsen betragen im Jahr 2026 Fr. 13’000.– und erhöhen sich bis ins Jahr 2030 auf Fr. 34’000.–, was 0,69 Steueranlagezehnteln entspricht.
Bei den Spezialfinanzierungen sind beim Wasser Ausgabenüberschüsse budgetiert. Das Eigenkapital von Fr. 190’887.– per Ende 2024 sinkt durch die erwarteten Ergebnisse auf Fr. 106’100.– per Ende 2030. Das Eigenkapital der Wasserrechnung sollte langfristig einen Wert von Fr. 26’000.– nicht unterschreiten. In der Wasserrechnung besteht aktuell kein Handlungsbedarf, Investitionen sind aber sicher vorsichtig zu prüfen.
Die Abwasserentsorgung wurde per 1. Januar 2023 an die ARA Region Interlaken übertragen. Im Finanzplan ist eine jährliche Rückzahlung in der Höhe von Fr. 35’000.– für das von der Gemeinde Niederried gewährte Darlehen an die ARA Region Interlaken enthalten.
Auch bei der Abfallentsorgung sind Aufgabenüberschüsse budgetiert. Das Eigenkapital von Fr. 48’666.– per Ende 2024 sinkt durch die erwarteten Ergebnisse auf einen Bestand von rund Fr. -2200.– per Ende Prognoseperiode. Das Eigenkapital der Abfallentsorgung sollte langfristig einen Wert von Fr. 14’000.– nicht unterschreiten. In der Abfallrechnung ist eine Gebührenerhöhung auf 2030 zu prüfen.
Die Aufwandüberschüsse bei den Bootsplätzen betragen in den Jahren 2025 – 2030 jährlich durchschnittlich Fr. 2770.–. Das Eigenkapital von Fr. 25’056.– per Ende 2024 sinkt bis zum Ende der Prognoseperiode auf rund Fr. 8700.–.
2026 sind Unterhaltsarbeiten von Fr. 15’000.– budgetiert.
Finanzielle Risiken liegen weiterhin in steigenden Ausgaben für die Schule, den Lastenausgleich, für Unterhaltskosten sowie in den Steuereinnahmen und im Finanzausgleich. Die sich abzeichnende zusätzliche Verschuldung und eine ungenügende Selbstfinanzierung erfordern Zurückhaltung bei neuen Investitionen, welche teilweise bereits im Investitionsprogramm enthalten sind. Eine zu hohe Verschuldung bildet ein grosses Risiko bei steigenden Fremdkapitalzinsen.
Gemäss dem konsolidierten Ergebnis des Finanzplanes wird für die Finanzierung von Investitionen ab 2027 neues Fremdkapital benötigt. Der Kapitalbedarf steigt bis 2030 voraussichtlich auf rund Fr. 1’564’000.– an. Entsprechend steigen die Zinskosten und führen zu Ausgaben von zirka Fr. 10’000.– im Jahr 2030.
Der Gemeinde wird empfohlen, die Entwicklung der Ergebnisse laufend zu beurteilen und im Auge zu behalten. Eine tiefe Selbstfinanzierung ist vorübergehend tragbar, 80 – 100 % sollten angestrebt werden. Bei Entscheiden über Investitionen sind die Notwendigkeit, die Finanzierbarkeit, die Selbstfinanzierung, die Verschuldung und die Folgekosten intensiv zu beurteilen.
Der Gemeinderat hat den Finanzplan unter Kenntnisnahme der Risiken und Empfehlungen an der Sitzung vom 19. November 2025 genehmigt.

Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung über Weihnachten / Neujahr
Die Gemeindeverwaltung bleibt vom Montag, 22. Dezember 2025, bis Montag, 5. Januar 2026, geschlossen. Ab Dienstag, 6. Januar 2026. bedienen wir Sie gerne wieder zu den normalen Öffnungszeiten. In dringenden Fällen ist der Gemeindeschreiber Beat Glarner unter Tel. 079 373 68 28 erreichbar.
Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung wünschen der Bevölkerung eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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