Aus dem Kirchgemeinderat

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Ja zu Budget und Wahl
Die Kirchgemeinde Unterseen fängt Einsparungen der Landeskirche mit eigenen Mitteln auf. Dafür rechnet sie in den nächsten Jahren mit Defiziten.
Beim letzten Pfarrerinnenwechsel berechnete die Landeskirche die Stellenprozente neu, die der Kirchgemeinde Unterseen aufgrund ihrer Grösse von der Landeskirche zustehen. Das führte zu einer Reduktion der von der Landeskirche finanzierten Pfarrstellen um 20 auf 140 Stellenprozente. Um die Reduktion zu kompensieren, hat der Kirchgemeinderat die Pfarrstellen, welche die Kirchgemeinde aus eigenen Mitteln finanziert, um 15 Prozent erhöht. «Das ist mit ein Grund, dass das Budget 2025 mit einem Defizit rechnet», erklärte der zuständige Kirchgemeinderat Erich Roth und wies darauf hin, dass die Gemeinde damit ihre eigene, im Jahr 2022 beschlossene Stelleneinsparung rückgängig macht. «Aber wir wollen keine Abstriche beim Angebot. Und ein Defizit von 54‘237 Franken ist tragbar.»
Dieser Ansicht waren auch die 27 anwesenden Stimmberechtigten. Sie genehmigten das Budget 2025, das bei einer unveränderten Kirchensteueranlage von 0,184 mit 1,165 Millionen Franken Ertrag und 1,219 Millionen Franken Aufwand rechnet. Diskussionslos nahm die Versammlung den Finanzplan zur Kenntnis, der bis 2030 mit Ausgabenüberschüssen in ähnlicher Grössenordnung rechnet, so dass der Bilanzüberschuss der Kirchgemeinde in dieser Zeit von 1,9 auf 1,6 Millionen Franken abnimmt. «Damit kann die Kirchgemeinde ihre Investitionen immer noch aus eigenen Mitteln zahlen», erläuterte Roth. Vorbereitet wird derzeit eine Teilsanierung des Schlosses.
Die verschiedenen Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen aus unterschiedlichen Generationen werden weitergeführt – zum Teil gemeinsam mit benachbarten Kirchgemeinden. Dazu kommen neue Angebote wie etwa das «Kino Futura», Jahreszeitenfeiern oder ein Gemeindewochenende für Familien.
«Bringt das nächste Mal auch Freunde und Verwandte mit», gab der scheidende Kirchgemeinderat und frisch gewählte Gemeinderat Max Ritter den wenigen anwesenden Kirchgemeindemitgliedern mit auf den Weg. Er selber habe sich in dieser Kirche trotz seiner kritischen Haltung als Unternehmer immer gut aufgehoben gefühlt – und allein schon diese Erfahrung sei es wert, sich für die Kirche zu engagieren. Als Ritters Nachfolgerin wurde Christa Grunder gewählt.

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