Öffentliche Begehung Brienzer Wildbäche Nach fast 130 Jahren übergibt der Kanton Bern per 1. Januar 2027 das historische Aufforstungs- und Verbauungsprojekt «Brienzer Wildbäche» an die Gemeinden Brienz, Hofstetten und Schwanden zurück. Seit der Lammbachkatastrophe von 1896 wurden in dem Gebiet unzählige Mauern erstellt, rund 9 Millionen Bäume gepflanzt und der Waldanteil von 10 % auf über 40 % gesteigert.
Viele der verbauten Hänge sind heute bewaldet und der Fokus liegt künftig nicht mehr auf dem Verbau, sondern auf der Pflege des Schutzwaldes und dessen Anpassung an den Klimawandel. Die operative Leitung übernimmt der Forst Brienz; die Grundstücke des Kantons wechseln für einen symbolischen Franken den Besitzer und gehen an die entsprechenden Gemeinden. Anlässlich einer öffentlichen Begehung Ende Mai 2026 nutzten zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner der drei Gemeinden die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von den Schutzbauten zu machen. Fachleute von Kanton und Forst informierten dabei aus erster Hand sowohl über die bewegte, 130-jährige Geschichte im Einzugsgebiet der Brienzer Wildbäche als auch über die anstehende Übertragung des Projekts in Gemeindehand.