Aus dem Gemeinderat

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Bahnhofplatz West, zusätzliche Sitzplätze

Der Bahnhofplatz Interlaken West erhält zusätzliche Sitzgelegenheiten. Der Gemein­derat hat beschlossen, das bestehende Angebot mit vier neuen Sitzbänken zu ergänzen, und dafür einen Nachkredit von Fr. 10’000.– bewilligt. Das Werkhofteam der Gemeinde Interlaken hat die Sitzbänke in der Woche vom 24. August 2026 aufgestellt.

Auslöser für die Massnahme war ein Anliegen der Fachkommission 60+. Diese machte darauf aufmerksam, dass die bestehenden Sitzgelegenheiten insbesondere zu Spitzenzeiten häufig belegt sind und der Bedarf an zusätzlichen Aufenthaltsmöglichkeiten besteht.

Die Baukommission hat das Anliegen der Fachkommission 60+ aufgenommen. Sie kam zum Schluss, dass mit vier zusätzlichen Sitzbänken eine einfache, zweckmässige und wirtschaftliche Verbesserung erreicht werden kann.

Die neuen Sitzbänke wurden an ausgewählten Standorten unter den bestehenden Bäumen auf dem Bahnhofplatz aufgestellt. Dadurch entstehen insgesamt 16 zusätzliche Sitzplätze. Die schattenspendenden Bäume sorgen insbesondere in den Sommermonaten für einen angenehmen Aufenthalt. Gleichzeitig werden die vorhandenen Bäume gezielt als natürliche Schattenspender genutzt, was der zunehmenden Hitzeentwicklung im Siedlungsraum Rechnung trägt. Die Massnahme entspricht damit auch den Bestrebungen der Gemeinde als Energiestadt, bestehende Infrastrukturen und Grünräume für eine klimaangepasste und ressourcenschonende Gestaltung des öffentlichen Raums einzusetzen.

Mit diesem Vorgehen setzt die Gemeinde auf eine unkomplizierte und verhältnismässige Lösung. Die Massnahme verbessert die Aufenthaltsqualität für Einheimische, Reisende und Gäste, ohne die offene Gestaltung des Bahnhofplatzes wesentlich zu verändern.



Aus dem Grossen Gemeinderat


Ersatzwahl in die Kommission für Kultur und Freizeit
Sandra Burgermeister und Lea Feuz sind aus der Kommission für Kultur und Freizeit zurückgetreten. Die GLP schlägt für ihren Sitz Flurina Zingg (EVP, Fraktion EVP/GLP) vor, die SP/Grüne/Junges Linkes Bündnis für ihren Sitz ihr Fraktionsmitglied Ramona Michel.

Beschluss
Der GGR hat auf Antrag der GLP Flurina Zingg und auf Antrag der SP/Grüne/JLB Ramona Michel für den Rest der laufenden Legislatur als Mitglieder der Kommission für Kultur und Freizeit gewählt.

Fuss- und Veloverkehrsrichtplan, Beschluss
Im Hinblick auf die laufende Ortsplanungsrevision ist ein kommunaler Fuss- und Veloverkehrsrichtplan erarbeitet worden. Es handelt sich dabei um einen Teil-Verkehrsrichtplan mit Fokus auf sichere Fuss- und Velowege, insbesondere Schulwege. Für die Erarbeitung des Fuss- und Veloverkehrsrichtplans wurde die nichtständige Kommission Langsamverkehr geschaffen. Die öffentliche Mitwirkung fand Ende 2024 statt, die kantonale Vorprüfung 2025. Der Fuss- und Veloverkehrsrichtplan besteht aus dem Bericht zum Fuss- und Velo­verkehrsrichtplan, dem Fuss- und Veloverkehrsrichtplan mit Massnahmenblättern sowie dem Kartenband zum Fuss- und Veloverkehrsrichtplan. Die Beschlussfassung erfolgt durch den Grossen Gemeinderat. Anschliessend wird die Planung dem Amt für Gemeinden und Raumordnung zur Genehmigung eingereicht.

Beschluss
Der GGR hat den Fuss- und Veloverkehrsrichtplan beschlossen.

Sanierungskonzept Liegenschaften Gemeinde Interlaken, Verpflichtungskredit
Der GGR hat am 9. Dezember 2025 den Vorgehensvorschlag für das Sanierungskonzept der gemeindeeigenen Bauten und Anlagen (Umsetzung der Motion Aulbach, Sanierungskonzept) einstimmig genehmigt. Die am 30. April 2024 erheblich erklärte Motion verlangt einen Zustandsbericht und ein Sanierungskonzept für die Gebäude in Gemeindebesitz. Ziel ist es, die langfristige Instandhaltung und Effizienz der Liegenschaften sowie die Planbarkeit und Finanzierung der dazu nötigen Investitionen sicherzustellen.

Nach dem Grundsatzbeschluss vom 9. Dezember 2025 hat der Gemeinderat dem GGR nun den Verpflichtungskredit für die Realisierung des Sanierungskonzepts beantragt. Für 14 Liegenschaften ist ein detaillierter Gebäudecheck (Gebäudecheck mit Zusatzmodulen) und für elf Liegenschaften ein einfacher Gebäudecheck (nur Grundmodul) vorgesehen. Die Umsetzung des Sanierungskonzepts ist für die Jahre 2026 bis 2030 geplant. Massnahmen, die sich aus diesem Konzept ergeben, werden in einer zweiten Phase als separate Projekte behandelt.

Beschluss
Der GGR hat für die Erarbeitung des «Sanierungskonzepts Liegenschaften Gemeinde Interlaken» einen Verpflichtungskredit von Fr. 970’000.– bewilligt (unter dem Vorbehalt des fakultativen Referendums).

Postulat Romang, Biodiversität, Abschreibung
Die Umsetzung der Anliegen des Postulats wurde von Beginn weg an die Gesamtrevision der Ortsplanung geknüpft, die nach wie vor in vollem Gang ist. Da der GGR am 5. Mai 2026 eine weitere Fristverlängerung für die Beantwortung des Postulats abgelehnt hat, soll das Postulat als erledigt abgeschrieben werden.

Die Anliegen des Postulats wurden im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision inhaltlich umfassend berücksichtigt und so weit erfüllt, wie dies auf Stufe Gemeinde zweckmässig und möglich ist. Die neuen und überarbeiteten Vorschriften und Prinzipien sind die Grundlage für eine klimagerechte Weiterentwicklung des Siedlungsgebiets und für den nötigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsgebiet. Sie sollen in erster Linie die Akteure für das Thema und die möglichen Lösungen sensibilisieren, so dass sich das Ortsbild langfristig an die neuen Rahmenbedingungen anpassen kann. Zwar steht die formelle Inkraftsetzung der Ortsplanung noch aus, doch die fachlichen Grundlagen liegen vor.

Beschluss
Der GGR hat das Postulat als erledigt abgeschrieben.

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