Die Sommerpause ist für den FC Interlaken vorbei: Neben Trainings stehen ab kommendem Wochenende auch wieder Meisterschaftsspiele auf dem Programm. (Bild: zvg)
Der FC Interlaken steigt am Wochenende in eine Meisterschaftssaison mit historischem Charakter. Am anderen Ende des Brienzersees freut man sich auf die Rückkehr in die 3. Liga: Rothorn strebt den Ligaerhalt an.
Der Ball rollt wieder auf den regionalen Fussballplätzen: Bereits am kommenden Wochenende startet die 2. Liga ihren Meisterschaftsbetrieb. Der FC Interlaken bekommt es am Sonntagnachmittag auswärts mit dem SCI Esperia 1927 zu tun. Das Team aus der Bundesstadt klassierte sich letzte Saison im hinteren Mittelfeld. Auf eine neue Saison hin sind die Berner Mannschaften, wie üblich, schwierig einzuschätzen: Beim Spielermaterial in Berns Regionalfussballteams gibt es während der Sommerpause viele Rotationen – aber gut aufgestellt dürften sie alle sein: Esperia, Breitenrein, Weissenstein und Wyler. «Mit diesen Teams ist immer zu rechnen», sagt FCI-Trainer Gino Calce, der auch den FC Lerchenfeld zu den Gruppenfavoriten zählt. «Und Dürrenast hat sich ebenfalls verstärkt.» Calce rechnet damit, dass die Saison 2026/2027 eher schwieriger wird als die letzte. Gespannt darf man auch auf die SV Meiringen sein, die letzte Saison auf spektakuläre Weise im allerletzten Moment den Ligaerhalt sicherte. Somit wird es auch in dieser Saison wieder Oberländer 2.-Liga-Derbys zu sehen geben. Das erste findet am 10. Oktober in Meiringen statt.
Zwei AbgängeVorerst gilt der Fokus aber dem Saisonstart. Da zwei Testspiele abgesagt worden sind, fehlen beim FC Interlaken gewisse Anhaltspunkte. «Wir hatten viele Ferienabsenzen, letzte Woche hatte ich elf Spieler im Team», so Calce. Die meisten Spieler sind inzwischen ins Kader zurückgekehrt. Definitiv fehlen werden aber Sanath Nanthakumaran und Yama Sherzad, die das Team verlassen haben. Die Abgänge machen Platz frei für eigene Junioren. «Ansonsten ist das Team zusammengeblieben.» Ein, zwei Spieler sind angeschlagen; davon abgesehen existieren beim FCI aktuell keine Verletzungssorgen.
Cup-Highlight am 15. AugustEine Woche nach dem Saisonstart folgt bereits der Cup-Knüller gegen den FC Bulle aus der Promotion League. Auch wenn das Los im 1/32-Final des Schweizer Cups – ein wohl übermächtiger Gegner mit nur wenig Prestige – für den FC Interlaken unattraktiv ist: Gino Calce verweist auf die Tatsache, dass am 15. August 2026 zum ersten Mal in der Geschichte des FC Interlaken ein professionelles Team für einen Ernstkampf auf die Lanzenen kommt. «Wir wollen einen schönen Tag daraus machen», sagt Calce. Und in sportlichem Sinn: Nichts sei unmöglich – doch der FC Bulle hat jüngst mit einem 4:1-Sieg gegen die U21 des FC Lugano seine Ambitionen klar angemeldet. «Sie wollen in die NLB.» Eine Woche nach dem Saisonstart in der 2. Liga greifen auch die 3.-Liga-Teams ins Geschehen ein. Zu diesen Teams gehört neu auch wieder der FC Rothorn.
Aufbruchstimmung in BrienzDie Brienzer profitieren davon, dass aufgrund von Zusammenschlüssen und Rückzügen in der 3. Liga ein Platz frei wurde. Dennoch habe man sich den Aufstieg mit 51 Punkten in der vergangenen Saison auch sportlich verdient, betont Trainer Thomas Rufener. «In der Rückrunde haben wir nur zweimal verloren.» Der Aufstieg sei ein sehnlicher Wunsch des ganzen Vereins gewesen. Der Erfolg basiere auf einem enormen Zusammenhalt, der vom Vorstand über die Aktivspieler bis zu den Junioren reiche. Im Aufstiegsteam gibt es nur wenige Veränderungen. Patrick Brunner kehrt vom FC Spiez zu seinem Jugendverein zurück; auch Jan Kudelka ist frisch dabei. Voller Elan starten die Brienzer am 15. August gegen den FC Steffisburg in die Mission Ligaerhalt. «Das wird sicherlich eine riesige Herausforderung», so Rufener, der seit einem Jahr im Amt ist. «Aber wir nehmen das an.» Für das Team hat Priorität, dass es sich möglichst schnell ans schnellere Tempo gewöhnt.
www.fcinterlaken.chwww.svmeiringen.chwww.fc-rothorn.ch06. August 2026