Der Inferno-Triathlon findet am kommenden Wochenende statt. Der Halbmarathon und die Teamwettbewerbe boomen, beim Single-Triathlon gehen die Anmeldungen zurück. Neu ergänzt ein Trailrennen für Jugendliche das sportliche Programm.
In den vergangenen zwei Jahren war der Inferno-Triathlon vom Wetter geprägt: 2024 musste der Anlass aufgrund des Unwetters, das insbesondere in Brienz grosse Schäden angerichtet hatte, abgesagt werden. Letztes Jahr hatten Sportlerinnen und Sportler sowie das Organisationsteam mit Gewitter und Hagel zu kämpfen. In diesem Jahr sind die Wetteraussichten grundsätzlich gut. Die anhaltende Hitzeperiode sei für die Durchführung des Anlasses kein wesentliches Problem, sagt OK-Präsident Kaspar Grünig. «Das Schwimmen findet frühmorgens statt, dort ist höchstenfalls der Wellengang ein Risiko.» Und allfällige Gewitterwarnungen müsse man natürlich im Auge behalten. In Oberhofen schwingen sich die Triathleten aufs Renn-
velo, anschliessend in Grindelwald aufs Mountainbike. Sobald am Samstag, 15. August, die Tages-Höchsttemperaturen erreicht werden, dürften die meisten Athleten bereits auf der Laufstrecke in Richtung Schilthorn unterwegs sein.
Halbmarathon: Über 500 AnmeldungenNeben dem teuflischen Triathlon steht am Samstag auch der Inferno-Halbmarathon auf dem Programm. Der Lauf von Stechelberg aufs Schilthorn erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Über 500 Athletinnen und Athleten haben sich bisher angemeldet, so viele wie noch nie. Auch die Inferno-Teamtrophy und das Couple-Rennen verzeichnen mehr Teilnehmende als letztes Jahr. Einen Rückgang um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gibt es dafür bei der eigentlichen Königsdisziplin, dem Single-Triathlon. Extreme Leistungen stünden seit Corona weniger im Fokus, sagt OK-Präsident Grünig. «Die Pandemie hat die Situation schon nachhaltig verändert.» Die Anmeldeliste verzeichnete bei Redaktionsschluss am Dienstag etwas über 200 Athletinnen und Athleten.
Seriensiegerin erneut am StartNicht dabei ist bekanntlich Samuel Hürzeler, der letztes Jahr den Inferno-Triathlon zum insgesamt 9. Mal gewinnen konnte. Wer in die Fussstapfen des Därligers tritt, ist in diesem Jahr völlig offen. Patrick Cometta und Ben Ueltschi, die Zweitplatzierten aus den Jahren 2023 respektive 2025, sind wieder am Start; Stefan Graf, ein weiterer Schweizer Inferno-Podestläufer aus der Vergangenheit, hat seine Teilnahme bis dato noch offen gelassen. «Auch einen jüngeren Überraschungssieger, der letztes Jahr beispielsweise in die Top 10 gelaufen ist, halte ich für möglich», sagt Kaspar Grünig. Bei den Frauen wird insbesondere spannend, ob jemand die Topfavoritin und Seriensiegerin Petra Eggenschwiler herausfordern kann. Eine Neuerung gibt es bei den Sonntagsläufen: Erstmals findet anlässlich des Inferno-Triathlons ein Trailrennen für Jugendliche statt, mit Start und Ziel in Mürren. Der Lauf gehört zu den Junior Trail Series von Swiss Athletics. Der Schweizer Leichtathletik-Dachverband möchte damit das Trailrunning bei Jugendlichen stärker positionieren.
www.inferno.ch13. August 2026