Auch ein Hallenbad ist im heutigen Sportzentrum Grindelwald integriert. (Bild: zvg)
Eine Ausstellung im Sportzentrum Grindelwald präsentierte, in welche Richtung sich ebendieses Sportzentrum künftig entwickeln wird. Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher fliessen in die weiteren Arbeiten ein.
Anfang Juni öffnete die Ausstellung «Vision 2035» im Sportzentrum Grindelwald. Sie informierte über die heutige Situation des Sportzentrums, die Herausforderungen der kommenden Jahre und mögliche Perspektiven für dessen Weiterentwicklung bis ins Jahr 2035. Ein zentrales Thema der Ausstellung ist der Zustand der bestehenden Infrastruktur: Obwohl das Sportzentrum inzwischen rund 50 Jahre alt ist, befinde sich die Anlage insgesamt in einem guten und funktionstüchtigen Zustand, schreibt die Sportzentrum Grindelwald AG in einer Mitteilung. «Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass seit der Eröffnung kontinuierlich in den Unterhalt und den Ersatz von Anlageteilen investiert wurde.» Seit dem Bau seien rund 20 Millionen Franken in die Erneuerung und Instandhaltung der Infrastruktur investiert worden. Deshalb könne das Sportzentrum voraussichtlich auch in den nächsten acht bis zehn Jahren weitgehend in seiner heutigen Form betrieben werden. Gleichzeitig aber zeige die Ausstellung auf, dass ein grosser Teil der Gebäudehülle und verschiedene technische Anlagen in den kommenden Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreichen werden. «Wir müssen die Zeit nutzen, um die Zukunft rechtzeitig zu planen und die notwendigen Grundlagen für die kommenden Jahre zu schaffen», wird Verwaltungsratspräsident Peter Egger zitiert.
Bewusst keine Lösung bevorzugtIm Zentrum der Ausstellung stehen vier mögliche Szenarien für die Zukunft des Sportzentrums. Diese reichen von einer Sanierung der bestehenden Anlage über verschiedene Weiterentwicklungsvarianten bis hin zu einem grundlegenden Rückbau. »Die Szenarien unterscheiden sich hinsichtlich Angebot, Investitionsbedarf, Betrieb und Finanzierung und sollen als Grundlage für die weiteren Diskussionen dienen», steht in der Mitteilung. Hinsichtlich Eissport seien unterschiedliche Ansätze möglich – auch jener, dass künftig auf eine Eissportinfrastruktur verzichtet wird. «Die Ausstellung zeigt bewusst keine bevorzugte Lösung auf, sondern soll eine sachliche Grundlage für die anstehenden Entscheidungen schaffen.»
Meilenstein im Herbst 2026Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher werden derzeit ausgewertet und in die weiteren Arbeiten an der «Vision 2035» einbezogen. «Unser Ziel bleibt es, gemeinsam mit Bevölkerung, Vereinen, Tourismus und Politik eine langfristig tragfähige Lösung für die Zukunft des Sportzentrums zu erarbeiten.» Im Herbst 2026 werden die Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde über die künftigen Betriebsbeiträge an die Sportzentrum Grindelwald AG für die Jahre 2027 bis 2031 entscheiden. «Die Ausstellung hat gezeigt, dass ein grosses Interesse an der Zukunft des Sportzentrums besteht», so Geschäftsführer Sebastian Stock.
www.sportzentrum-grindelwald.ch02. Juli 2026