Der Neubau Haus E mit dem neuen Haupteingang des Spitals Interlaken – Architektur: Brügger Architekten AG. (Bild: Roland Trachsel)
Wirtschaft

Knapp 83 Millionen Franken verbaut

Was mit ersten Planungsschritten im Jahr 2015 begann, ist abgeschlossen: Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit ist das neue Haus E des Spitals Interlaken fertig. Am 12. September sind seine Türen offen für die Bevölkerung.

Rund fünf Minuten braucht die Buslinie 105 vom Bahnhof Interlaken West zum Spital. Dort hält sie direkt vor dem neuen Haupteingang. Ein paar Schritte weiter öffnet sich eine zweigeschossige Halle, die beide Zugänge verbindet und zum zentralen Empfang führt. Gleich daneben liegt die Cafeteria. Warme Farben, dezentes Licht und Eichenelemente prägen den Eingangsbereich. Der schlanke Baukörper lässt viel Tageslicht ins Innere. Fast alle Räume stossen direkt an die Fassade – das Bergpanorama bleibt damit auch im Spital präsent.

Erste Planungen bis Bauabschluss
Begonnen hat die Geschichte des Neubaus vor elf Jahren. Im September 2015 wurde die Brügger Architekten AG aus Thun mit dem Neubau beauftragt. Nach der Projektierungs- und Genehmigungs­phase starteten im März 2021 die Bauarbeiten mit dem Umbau der Gastro­nomie. Danach wurde etappenweise rück- und neu gebaut, am selben Standort und während der ambulante und stationäre Spitalbetrieb weiterlief. Ab September 2024 wurde der Neubau schrittweise bezogen. Mit den letzten Markierungsarbeiten in der Anlieferungshalle sind die Arbeiten nun beendet. Mit der Zeit veränderte sich das Projekt. Die Nutzfläche wurde nahe­zu verdoppelt, zusätzliche Funktionen kamen hinzu, und ursprünglich für später geplante Aus- und Umbauten wurden vorgezogen. Gründe dafür waren neue Vorgaben und Bedürfnisse in der Gesundheitsversorgung, darunter die zunehmende Verlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen. Knapp 83 Millionen Franken kostete der Bau insgesamt. Davon entfielen 4,8 Millionen Franken auf Provisorien, die nötig waren, um den Spitalbetrieb aufrechtzuerhalten. Das neue Haus E ersetzt den Altbau mit Bausubstanz aus den Jahren 1905 bis 1955. Im Neubau befinden sich sämtliche ambulanten Angebote wie Therapien und Praxen. Abgeschlossen ist die Entwicklung des Spitalcampus damit nicht: Für das Modulgebäude der Psychiatrie ist ein Ersatz nötig.

Als Dankeschön für die Bevölkerung
Die Bauarbeiten waren auch ausserhalb des Spitalareals deutlich zu spüren. ­Besonders der Rückbau der anderthalb Meter dicken Bodenplatte aus Beton verursachte starken Lärm. Provisorien bedeuteten für Patientinnen und Patienten, Besuchende und Anwohnende zudem zeitweise längere oder beschwerlichere Wege. Für die Geduld bedankt sich die Spitäler fmi AG mit ­einem Tag der offenen Tür. Am Samstag, 12. September, von 11.00 bis 17.00 Uhr führt eine interaktive Entdeckungstour durch den Neubau. Dabei können Besucherinnen und Besucher etwa den OP-Roboter-Simulator selbst testen oder Einblick in die Radiologie erhalten. Im Haus T stellen Fachpersonen verschiedene Berufswelten des Spitals vor und geben Ein- und Umsteigenden Auskunft. Auch Blaulicht-Partnerorganisationen sind vor Ort. Eine Festwirtschaft und Kinderattrak­tionen ergänzen das Programm.

www.spitalfmi.ch
03. September 2026

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