Ende Oktober erscheint im Verlag des Tourismuseums das Buch «Kutschenzeit». Autor André Dähler spannt den Bogen vom 16. Jahrhundert bis in die Neuzeit.
Das Buch dokumentiert zum ersten Mal umfassend das Kutschengewerbe als wichtigen Pfeiler des Tourismus. Es beleuchtet auf 300 Seiten mit vielen Bildern die Geschichte rund um das prägende Verkehrsmittel im Fremdenverkehr auf dem Bödeli und im engeren Berner Oberland vom 16. bis ins 21. Jahrhundert. Das Buch richtet sich an alle, die an Pferden, Kutschen und im Besonderen an der Geschichte des Tourismus in unserer Region interessiert sind. «Kutschen gab es schon in der Antike, im Mittelalter fanden die Verkehrsgeräte neu an Bedeutung und im 19.Jahrhundert wurde das Verkehrsgerät durch viele technische Innovationen zum alltäglichen Verkehrsmittel für Personen- und Warentransporte», sagt Autor und Museumsleiter André Dähler. Das Pferd als Arbeitstier wurde in der Land- und Waldwirtschaft und auch in vielen Gewerbebetrieben als Zugtier eingesetzt. Kutschen prägten rund 250 Jahre lang das Strassenbild in der Fremdenverkehrsmetropole Interlaken und waren wichtiger Teil des Angebots. Die grosse Zeit der Kutscherei begann mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs im 18. Jahrhunderts. Auf dem Bödeli erlebte sie den Höhepunkt zur Zeit der Dampfschifffahrt mit dem Anlandeplatz bei der Sust Neuhaus am Thunersee und fand ihren langsamen Niedergang mit dem Bau der Eisenbahnlinien ins Oberland und dem Aufkommen des Automobils im 20. Jahrhundert.
Vom Arbeits- zum FreizeitgerätNeben viel Interessantem über Kutschen und Kutscher werden im Buch «Kutschenzeit» auch das Gewerbe darum herum, wie etwa die Fuhrhalter, die Wagenbauer, die Pferdehalter, die Hufschmiede, aber auch die Regelwerke und Vorgaben der Behörden zur Ausführung der Kutscherei auf dem Bödeli in zwölf Kapiteln beleuchtet, von der Geschichte der Kutschen bis hin zur Kutscherei in neuerer Zeit, vom Transportgewerbe zu touristischen Spazierfahrten. «Interessanterweise ist in der Literatur der Lokalgeschichte über das wichtigste Nebengewerbe der Hotellerie nur wenig zu lesen. Der Inhalt musste dementsprechend mit vielen Recherchen in Archiven, Museen, einschlägiger Literatur und Interviews mit Zeitgenossen, etwa Nachfahren von Kutschern, zusammengestellt werden. Die vorliegende Schrift enthält Lücken, die trotz dieser tiefen Recherchen nicht mehr geschlossen werden konnten. Sie bleiben im Dunkel der Vergangenheit verborgen», schliesst Dähler seine Recherchen. Das Tourismuseum offeriert das Buch bei Bestellungen bis 15. Oktober zum Preis von Fr. 50.– pro Exemplar, Bestellungen an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Nach der Erscheinung ist das Buch im Tourismuseum oder im Buchhandel zu Fr. 64.– erhältlich.
www.tourismuseum.ch01. Oktober 2026