Spieler der 1. Mannschaft bedanken sich nach einem Heimspiel bei der Fankurve für die Unterstützung. (Bild: PeakZ.Media)
Eishockey – Die erste Saison der Aktivteams der Beo Yetis ist abgeschlossen. Trotz des frühen Ausscheidens der 1. Mannschaft in den Playoffs ist Sportchef Andrew Zurschmiede grundsätzlich zufrieden.
Seit die Beo Yetis in den Playoff-Halbfinals der 2. Liga gegen Brandis ausschieden, ist über ein Monat vergangen. Auch heute kann Sportchef Andrew Zurschmiede eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen, wenn er über die Halbfinalserie spricht. «Brandis kam gestärkt aus dem Viertelfinale gegen Freimettigen und war voll im Playoff-Modus. Wir waren es nicht», so sein nüchternes Fazit.
Die Pause zwischen Masterround und Halbfinale hätte für das Team zu lange gedauert, so der Sportchef. Dennoch: Unter dem Strich dürfe man mit der Saison zufrieden sein. «Man darf nicht vergessen, dass hier zwei Teams zusammengeführt worden sind.» Zudem herrschten erschwerte Trainingsbedingungen zum Saisonaufakt, als das Eissportzentrum Jungfrau noch nicht spielbereit war. «Die Trainingseinheiten in Grindelwald bedeuteten insbesondere für unsere auswärtigen Spieler einen Zusatzaufwand.»
Alles in allem schaut Zurschmiede zufrieden auf die erste Saison der 1. Mannschaft in der Geschichte der Beo Yetis zurück. Ein Highlights war die Serie von neun Siegen in Folge sowie das 4:0 vor Heimpublikum am 1. November im frisch sanierten Eissportzentrum Jungfrau gegen Bern 96. «Dieses Spiel war sehr speziell, eine grosse Euphorie war spürbar», so Zurschmiede.
2. Mannschaft: Harziger StartWeniger erfolgreich schnitt die 2. Mannschaft ab. Das Team, bestehend vor allem aus dem ehemaligen EHC Beatenberg, hatte Mühe, in die Gänge zu kommen. Es verlor sieben seiner ersten acht Meisterschaftsspiele (ein Forfait-Sieg nicht mitgerechnet). Erst um die Weihnachtszeit kam das Team von Trainer Lukas Vrana in die Gänge. Dank einer guten Schlussphase beendete man die Meisterschaft im Tabellenmittelfeld auf Rang 6. «Das Team und auch ich hatten uns mehr erhofft», so Zurschmiede. «Mehrmals wurde der Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben.» Mit etwas mehr Abgeklärtheit wäre ein Rang unter den ersten 4 möglich gewesen.
Klar ist schon heute, dass die 2. Mannschaft mit einem neuen Trainer in die Saison 2026/2027 steigen wird. Lukas Vrana verlässt das Team im gegenseitigen Einvernehmen. «Er hat zum ersten Mal ein Team gecoacht, ihm fehlte auch ein wenig die Erfahrung», sagt Zurschmiede, der den Tschechen letzten Sommer mehr oder weniger für das Traineramt überredet hatte. Schon damals war die Trainersuche schwierig gewesen.
3. Mannschaft souveränGänzlich zufrieden darf man mit der 3. Mannschaft sein. Die 4.-Liga-Mannschaft war schon zu Zeiten des SC Bönigen stark besetzt. Daran änderte sich auch in den neuen Clubfarben nichts: Zwölf von 14 Meisterschaftspartien wurden gewonnen, die reguläre Saison beendete das Team von Spielertrainer Ramon Lengacher auf dem 1. Rang. Ein kleiner Wermutstropfen war die Finalrunde gegen die zwei anderen 4.-Liga-Gruppensieger, in der das Team nie komplett antrat und «nur» auf Rang 2 abschloss. «Mit einem breiteren Kader hätten wir auch die Finalrunde gewonnen», ist Zurschmiede überzeugt.
Als fusionierter Verein Beo Yetis treten die Aktivteams in einheitlichen Tenüs an. Bis die verschiedenen Vereinskulturen ineinander verschmolzen sind, braucht es noch etwas Zeit, sagt der Sportchef. «Doch wir sind auf gutem Weg, die Teams haben sich angenähert. Es liegt auch am Verein, diese Durchmischung noch weiter voranzutreiben.» Zurschmiede ist bereits mit der Kaderplanung für die nächste Saison beschäftigt. Die erste Mannschaft wird grösstenteils zusammenbleiben. «Aus der U18-Top-Mannschaft werden wir den einen oder anderen Spieler an die 2. Liga heranführen.»
www.beo-yetis.ch19. März 2026