Am Sonntag, 26. Juli, kämpfen die Berner, Innerschweizer und Nordostschweizer Schwinger um das begeherte Brünig-Eichenlaub. (Bild: zvg)
Am zweitletzten Bergkranzfest der Saison treffen die Berner und Innerschweizer Schwinger aufeinander. Doch auch die Gäste aus der Nordostschweiz werden um den Sieg mitreden.
Es gibt Jahre – namentlich jene ohne Schwingfest mit eidgenössischem Charakter –, da ist der Brünigschwinget das grosse Highlight der Saison in der Agenda der «Bösen» im Land. Mit seiner Geschichte, die ins Jahr 1893 zurückreicht, der eindrucksvollen Naturarena unweit der Brünig-Passhöhe und dem traditionsreichen Aufeinandertreffen der stärksten Schwinger aus dem Berner und dem Innerschweizer Teilverband, geniesst der Brünigschwinget selbst unter den Bergkranzfesten einen besonderen Status. Über 5000 Schwingfans werden diesen Sonntag, 26. Juli, in der Brünig-Arena mitfiebern. Doch auch der heimische Sofaplatz verspricht beste Schwingerkost: Das Fest wird ganztägig vom Schweizer Fernsehen übertragen.
Starke Nordostschweizer GästeSportlich präsentiert sich die Ausgangslage in diesem Jahr besonders brisant: Gäste sind in diesem Jahr
die stärksten Athleten des Nordostschweizer Schwingerverbands (NOSV). Der Weg zum Sieg auf dem Brünig führt also unweigerlich über Schwingerkönig Armon Orlik, Unspunnensieger Samuel Giger sowie Werner Schlegel, der in diesem Jahr bereits drei Kranzfeste gewonnen hat. Auch das Schwergewicht Domenic Schneider hat seine Teilnahme angekündigt. Auf Seiten der Innerschweizer ist insbesondere mit Marc Lustenberger und Samuel Schwyzer zu rechnen, den beiden Schlussgang-Teilnehmern des Innerschweizer Teilverbandsfests, aber auch mit dem starken Urner Eidgenossen Lukas Bissig und dem Luzerner Roman Wandeler.
Staudenmann führt Berner anMit breitem Rücken treten aber natürlich auch die Berner an. Allen voran Fabian Staudenmann. Neben dem Berner Kantonalschwingfest hat der Mittelländer letzten Sonntag auch den Bergschwinget auf der Rigi für sich entschieden. Ihm stehen mit Matthias Aeschbacher, Bernhard Kämpf sowie den Burger-Brüdern aus dem Seeland weitere starke eidgenössische Kranzschwinger zur Seite. Gemeldet ist auch der Lenker «Eidgenosse» Patrick Gobeli, der jüngst am Ramslauenen-Schwingfest in Kiental nach 9 Monaten Verletzungspause sein Comeback im Sägemehl gegeben hat.
Einheimische KranzanwärterRund 20 Kränze werden auf dem Brünig in der Regel verteilt; massgebend dabei ist neben der Teilnehmerzahl auch die Benotung. Mit derart viel Schwingerprominenz am Start wird für die einheimischen Athleten der Weg zum Kranz in diesem Jahr natürlich besonders schwierig. Ein Anwärter ist sicher der Hasliberger Leandro Nägeli, der sich letztes Jahr mit einem starken Notenblatt erstmalig den Brünigkranz gesichert hat. Ein Jahr zuvor gelang dies auch – damals etwas überraschend – dem Wilderswiler Luca Vögeli, der am Sonntag auf dem Brünig ebenfalls in die Zwilchhosen steigen wird.
Stehplatztickets für FrühaufsteherFür den Hasliberger Melchior Huber käme ein Brünigkranz ebenso wie für den Brienzer Paxton Grass einem Exploit gleich, ist aber aufgrund der bisherigen Saisonresultate nicht komplett undenkbar. Die Thöni-Brüder aus Innertkirchen können verletzungsbedingt nicht ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Anschwingen am Sonntag ist um 8.00 Uhr, der Schlussgang ist auf 17.00 Uhr angesetzt. Sämtliche Sitzplatz-Tickets sind vergeben. An der Tageskasse stehen frühmorgens noch 1000 Stehplatz-Tickets zum Verkauf.
www.bruenigschwinget.ch23. Juli 2026