Auch in der nächsten Saison möchte die HG Bödeli für möglichst viel Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen. (Bild: zvg)
Die Handballgruppe Bödeli startet Anfang September in die neue Meisterschaft. Das Team strebt den Ligaerhalt in der 2. Liga an. Wer nach dem Rücktritt von Janick Bhend an der Seitenlinie steht, ist noch nicht bekannt.
Ende März sicherte sich die HG Bödeli auf spektakuläre Art und Weise den Ligaerhalt: Im allerletzten Spiel der Saison gewannen die Bödeler gegen Yverdon mit einem Tor Unterschied, womit die nötigen zwei Punkte im Trockenen waren. Ein grosser Erfolg für das Team, das erst 2025 in die 2. Liga aufgestiegen war. Und ein würdiger Abschluss für Trainer Janick Bhend, der sein Amt niederlegte. Doch knapp fünf Monate später steht die 1. Mannschaft trotz grosser Bemühungen noch immer ohne Trainer da. Sind Handballtrainer ein derart rares Gut? «Wir streben grundsätzlich zuerst eine vereinsinterne Lösung an», sagt Vizepräsident und Sportchef Kevin Egloff. Eine Nachfolge aus den eigenen Reihen ergab sich diesmal nicht; auch im näheren Umfeld des Vereins wurde man nicht fündig. Doch nun bahnt sich eine Lösung an. «Gemeinsam mit Wacker Thun sind wir in Verhandlungen mit einem Trainer, der unsere 1. Mannschaft und gleichzeitig die Junioren von Wacker trainieren könnte», so Egloff. Unterschrieben ist noch nichts. Vorerst bereitet sich das Team unter der Leitung der Routiniers Florian Simmler und Domenik Wyler auf die neue Saison vor. «Der Meisterschaftsbetrieb ist nicht gefährdet, eine Spielertrainer-Lösung wäre vorübergehend möglich», so Egloff.
«Keine einfache Saison» Nach ein paar Abgängen ist das Kader des 2.-Liga-Teams eher schmaler geworden. «Es wird ganz bestimmt keine einfache Saison», hält der Sportchef fest. Die Gruppen wurden neu zusammengestellt: Nachdem man letzte Saison hauptsächlich gegen Teams aus der Romandie spielte, bekommt es die HGB nun mit Gegnern aus der Region Luzern und Aargau zu tun. «Hier ist die spielerische Qualität eher höher, auch einige Absteiger aus der 1. Liga sind dabei.» Eines dieser Absteigerteams ist gleich der erste Gegner der HG Bödeli am 5. September, der TV Dagmersellen. Doch die Mannschaft ist bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen. «Wir haben uns bewusst gegen einen freiwilligen Abstieg in die 3. Liga entschieden», sagt Egloff.
Nachwuchs: Trotz Lücken gut aufgestelltIm Nachwuchsbereich meldet die HG Bödeli erneut eine U15- und eine U13-Mannschaft für den Meisterschaftsbetrieb. Diese Teams seien gut aufgestellt, sagt Kevin Egloff, ebenso wie die Minis in den Stufen U7, U9 und U11. «Eine U17 können wir weiterhin nicht melden, da wir in diesen Jahrgängen zu grosse Lücken haben.» Positiv sei, dass der Verein im Nachwuchs an Substanz gewonnen habe. «Besonders die Spielsamstage im Frühling haben viel Zulauf generiert. Die Juniorenzahlen sind angestiegen.» Man sei zuversichtlich, dass die HGB mittelfristig auf allen Stufen vertreten sei. Und wie sieht es bei den Damen aus? «Aktuell ist das Kader zu schmal, um an der Meisterschaft teilzunehmen», so Egloff. Maximal zehn Spielerinnen nehmen an den Trainings teil; meist sind es weniger. «Für den Spielbetrieb müssten wir mindestens zwölf Spielerinnen aufbieten können.» Den Frauen steht die Möglichkeit offen, sich neben den HGB-Trainings für die Meisterschaft anderen Teams im Oberland anzuschliessen.
www.hgboedeli.ch27. August 2026