Joel Grossniklaus stand erstmals in der höchsten Schweizer Spielklasse auf dem Eis. (Bild: zvg)
Der Böniger spielte am Wochenende erstmals für den SC Bern in der höchsten Spielklasse. Ein unvergessliches Erlebnis für den 20-Jährigen.
Der 10. Oktober 2026 wird in der Karriere von Joel Grossniklaus immer ein Meilenstein bleiben: Sein erster Einsatz in der National League, der höchsten Schweizer Spielklasse, war für den 20-jährigen Eishockeystürmer ein besonderes Erlebnis. Der Reihe nach: Grossniklaus, der beim SC Bern einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, wurde zu Beginn der Saison an den EHC Olten in die Swiss League, die zweithöchste Schweizer Liga, ausgeliehen. «Der Gedanke dahinter war, dass ich vom Juniorenhockey komme und noch nie gegen Männer gespielt habe», so Grossniklaus. In Olten, so der Plan des SCB, soll Grossniklaus in einer offensiven Rolle Spielpraxis sammeln und sich für die National League empfehlen. Anfang letzter Woche wurde Grossniklaus schliesslich nach Bern zurückbeordert: Bei den «Mutzen» wurde aufgrund verletzter und angeschlagener Spieler ein Platz im Team frei.
In der Garderobe neben ScherweyGrossniklaus trainierte die ganze letzte Woche beim SC Bern. Den 4:2-Sieg seiner Mannschaft am Freitagabend vor Heimpublikum gegen den EHC Biel erlebte er als Zuschauer mit. «Im Training am Samstagmorgen sagte Assistenztrainer Patrick Schöb zu mir: ‹Joel, bist du ready? Du kommst heute mit!› », erzählt Grossniklaus. Natürlich war die Freude gross – und auch ein wenig Nervosität machte sich breit. In der Garderobe in Ambri hatte der Böniger seinen Platz direkt neben Tristan Scherwey, was die Sache für den Debütanten noch spezieller machte. «Tristan ist die Identifikationsfigur des SCB. Er hat mich gepusht, auch während des Spiels. Ein unglaubliches Erlebnis.» Bereits im ersten Spieldrittel hatte Grossniklaus seinen ersten Einsatz. «Ich versuchte einfach mein Spiel durchzuziehen.» Die Stimmung in der Arena mit tausenden heissblütigen Ambri-Fans wird er so schnell nicht vergessen.
Eltern im PublikumUnter den fast 7000 Zuschauerinnen und Zuschauern waren auch Grossniklaus’ Eltern und sein jüngerer Bruder. «Dass ich diesen Moment mit meiner Familie teilen durfte, ist besonders schön.» Das Spiel endete mit einem
2:1-Sieg für die Berner. Für Ambri spielte übrigens André Heim aus Wilderswil, der seinerzeit ebenfalls beim SCB den Einstieg ins professionelle Eishockey schaffte. Dass sich zwei Bödeler in einem National-League-Spiel gegenüberstehen, dürfte es – wenn überhaupt – schon lange nicht mehr gegeben haben.
www.scb.ch15. Oktober 2026