Geschäftsleiterin Daniela Schoch. (Bild: Fritz Lehmann)
Wer die Volkshochschule Interlaken und Umgebung kennt, kennt auch Daniela Schoch. Seit 2005 ist sie Teil der Schule. Nun amtet sie als Geschäftsleiterin und möchte neue Impulse setzen.
Daniela Schoch hat die Entwicklung der Volkshochschule aus nächster Nähe miterlebt und mitgestaltet. Heute leitet sie eine Institution, die ihr längst ans Herz gewachsen ist. «Die Volkshochschule Interlaken und Umgebung ist ein Ort der Begegnung, der Inspiration und der Bildung. Meine Faszination für dieses vielfältige Kursangebot ist bis heute ungebrochen.» Daniela Schoch bringt viel Erfahrung und organisatorisches Know-how mit sowie eine kreative Seite. Als gelernte Töpferin führte sie einst ein eigenes Geschäft. Ihrer Leidenschaft ist sie bis heute treu geblieben: Sie gibt selbst Töpferkurse. «Dadurch kenne ich auch die Perspektive unserer Kursleitenden und weiss, was sie für ihre Arbeit brauchen.» Als neue Geschäftsleiterin möchte sie Bewährtes erhalten und gleichzeitig neue Impulse setzen. «Ich wünsche mir, dass die Volkshochschule ihre ganze Buntheit behält und Bildung weiterhin einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft einnimmt.» Dazu gehört für sie auch, nahe bei den Kursleitenden und Teilnehmenden zu sein, hinzuhören und die Qualität der Angebote laufend weiterzuentwickeln.
Die Schule geprägtHeinz Schoch studierte Geografie mit Nebenfach Informatik und assistierte während des Studiums auf einer Studienreise. Zurück in Interlaken wollte er seine Eindrücke und Erlebnisse weitergeben und tat dies bei einem Vortrag an der Volkshochschule. Der kam gut an. Andreas Moser, damals Informatik-Verantwortlicher der VHI, wurde auf ihn aufmerksam und engagierte Heinz Schoch für weitere Kurse. So begann eine Verbindung, die über Jahrzehnte Bestand haben sollte. Aus dem Vortragenden wurde ein Kursleiter, später Vorstandsmitglied, Präsident und schliesslich Geschäftsleiter. Bis Ende 2025 und somit fast 30 Jahre lang prägte Heinz Schoch die Schule und erlebte ihren Wandel von der ehrenamtlich getragenen Institution zum professionell organisierten Bildungsanbieter. Der Grundgedanke blieb immer derselbe: qualitativ gute und bezahlbare Kurse für alle anzubieten und ein Programm, in dem möglichst viele Menschen etwas finden, das sie begeistert. Bei den Kursleiterinnen und Kursleitern vertraute Heinz Schoch dabei gerne auf sein Gespür. «Ein Diplom garantiert noch nicht, dass jemand sein Thema auch begeistert an die Frau und den Mann bringt. Für mich braucht es gelebte Leidenschaft und das Talent, sie zu vermitteln.» Genau diese Begegnungen machten für ihn den Reiz der VHI aus: Gespräche mit Kursleitenden und Teilnehmenden, neue Themen, neue Ideen. Denn Bildung bedeutet für ihn auch Austausch. «Das Spannendste an einer Weiterbildung sind oft die Pausen.» Heute hat Heinz Schoch die Geschäftsleitung an seine Tochter Daniela übergeben. Und er kann gut loslassen. «Ich freue mich, dass mit Daniela der Geist und der Grundgedanke der Schule weiterleben.» Er gibt weiterhin Kurse und kümmert sich um die Finanzen. Sein Wunsch für die Zukunft? «Dass die Volkshochschule Interlaken und Umgebung eine Bildungsstätte und ein Begegnungsort bleibt – ein Ort, an dem sich Menschen treffen, austauschen und voneinander lernen.»
www.vhs-interlaken.ch24. September 2026