Die Oberhasler sind in Form: Ballenberg-Sieger Ivan Thöni letzten Sonntag auf den Schultern seines Bruders Reto (hinten) sowie Schlussganggegner Leandro Nägeli. (Bild: zvg)

Im Kanton Bern startet die Kranzfestsaison

Schwingen – Am kommenden Sonntag werden in Oberdiessbach am ersten Gau­verbandsfest des Bernisch-kantonalen Schwingerverbands wieder Kränze
verteilt. Niklaus Zenger, einer der beiden technischen Leiter der Oberländer, macht einen Ausblick auf die Saison 2026 seiner Schützlinge.

Die Schwingsaison 2026 ist definitiv lanciert: Am letzten Wochenende wurden am Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest in Hergiswil Kränze verteilt. Im Kanton Bern startete die Saison mit traditionellen Regionalfesten wie dem Abendschwinget Frutigen letzten Samstag, oder dem Ballenberg-Schwinget eine Woche zuvor. Diese kleineren Feste bieten den «bösen» Oberländern eine gute Gelegenheit, im Sägemehl Tritt zu fassen, bevor es auch im Berner Teilverband mit den Kranzfesten losgeht.Die arrivierten Oberländer haben erste Duftmarken gesetzt: Am Ballenberg holte Ivan Thöni aus Innertkirchen nach einem gestellten Schlussgang gegen Leandro Nägeli den Festsieg. In Frutigen war der Schlussgang eine Angelegenheit zwischen zwei routinierten Eidgenossen: Curdin Orlik bezwang Bernhard Kämpf.

Saisonhöhepunkt Anfang September
Die Saison 2026 findet mit dem 18. Klichberger Schwinget am 5. September ihren grossen Höhepunkt. Dort werden zwar keine Kränze verteilt, doch das Fest in Kilchberg bei Zürich hat eidgenössischen Charakter und geniesst unter Schwingern ähnlich hohes Ansehen wie der Unspunnenschwinget. Lediglich 60 Schwinger dürfen in Kilchberg im Sägemehl anpacken. «Bereits die Selektion für den Kilchberger Schwinget ist ein riesiger Erfolg», sagt Niklaus Zenger.

Der dreifache eidgenössische Kranzgewinner aus Habkern wurde im Dezember zum technischen Leiter des Oberländer Schwingerverbands gewählt. Er teilt sich dieses Amt mit Jonas Lengacher aus Aeschi. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Einteilung an den Berner Kranzfesten: Zusammen mit ihren Amtskollegen aus den anderen Teilverbänden entscheiden Zenger oder Lengacher also vor jedem Gang, wer gegen wen antritt. Kein einfacher Job. «Man kann es nicht allen recht machen», sagt Niklaus Zenger. «Unser Ziel muss es sein, dass wir bis Ende Saison eine möglichst ausgeglichene Einteilung schaffen.» Darüber hinaus leitet der 37-jährige jeden Dienstag in Reichenbach das Training der besten Oberländer Schwinger. Vom hohen Niveau seiner Schützlinge ist er beeindruckt. Neben den Leadern Kämpf und Orlik sind der Neu-Eidgenosse Adrian Klossner sowie die «Hasler Fraktion» mit den Brüdern Ivan und Reto Thöni und Leandro Nägeli – allesamt Teilverbandskranzer – aktuell am Stärksten einzuschätzen. Mit dem Lenker Patrick Gobeli muss ein eidgenössischer Kranzschwinger wohl auf die ganze Saison verzichten.

Gerber und Vögeli: Endlich verletzungsfrei?
Im östlichen Oberland gehören weiter Luca Vögeli aus Wilderswil und Sämi Gerber aus Grindelwald zu den Zugpferden. «Luca Vögeli ist unser Modellathlet», sagt Zenger. «Wenn er eine Saison lang gesund bleibt, ist er stark.». Ebenfalls immer wieder von Verletzungen geplant war Sämi Gerber. Das «ewige Talent» aus Grindelwald, inzwischen bereits 27-jährig, erschwang sich bislang in seiner Karriere einen einzigen Kranz. «Aktuell ist er in guter Form. Auf ihn bin ich sehr gespannt.» Auch mit Paxton Grass aus Brienz, der letzte Saison als 17-jähriger bereits zwei Kränze gewann, sei wieder zu rechnen. «Unglaublich, wie gut er mit Jahrgang 2008 schon ist», so die lobenden Worte Zengers. Die Nachwuchssituation im Oberland präsentiere sich generell vielversprechend. «Wir haben viele Junge mit dem Potenzial für den ersten Kranz im Jahr 2026.» Zu Zengers persönlichen Zielen gehört, die Jahrgänge 2008 bis 2010 näher an die Spitze heranzubringen. An der Spitze hinkt der Oberländer Gauverband im Vergleich früherer Zeiten etwas hinterher: Noch vor wenigen Jahren stellte er mit Wenger und Glarner zwei aktive Könige, dazu mit Kämpf, Anderegg, Roschi und Zenger zusätzlich vier Festsieger. «Diese Breite haben wir aktuell nicht. Aber in der zweiten Garde gibt es viele Athleten, die auftrumpfen können.»

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30. April 2026

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