Der erfolgreiche Modellflugpilot Michael Tschiemer mit seinem Super Puma. (Bild: zvg)
Der Modellflieger aus Matten hat an der Scale-Schweizer-Meisterschaft im Jura mit seinem Super Puma den ersten Rang erreicht. Auch Markus Günther aus Unterseen flog aufs Podest.
Der Modellflugplatz von Les Ailes de Lémont im jurassischen Glovelier war Schauplatz der Schweizer Meisterschaft im Scale-Modellflug, an der insgesamt 35 Piloten mit ihren Helferinnen und Helfern – darunter vier Piloten der Modellfluggruppe Interlaken – teilnahmen. Die jährlich stattfindende Schweizer Meisterschaft ist der krönende Anlass für sämtliche Modellflugpiloten. «Wer Schweizer Meister werden will, muss die Nerven wie auch das Flugzeug oder den Helikopter im Griff haben», schreibt die Modellfluggruppe Interlaken in einer Mitteilung.
Windige BedingungenBewertet wurden insgesamt drei Flüge, wovon es ein Streichresultat gab. Dabei stellten die Piloten ihr Können in verschiedenen Manövern unter Beweis. Ebenfalls floss die optische Bewertung der jeweiligen Nachbauten ins Resultat ein, wobei etwa die Genauigkeit der Farbgebung sowie verschiedener Bauteile eine Rolle spielten. In der Kategorie F4K Helikopter startete Michael Tschiemer von der Modellfluggruppe Interlaken mit einem Super Puma AS 332 M1 in der Bemalung der Swiss Air Force. Mit den windigen Bedingungen kam Tschiemer bestens zurecht und holte sich die Goldmedaille vor den Innerschweizern Josef Gisler und Michael Zurfluh.
Intensives Training ausbezahltJan Zurbuchen, ebenfalls von der Modellfluggruppe Interlaken, landete mit seinem Lama SA 315 B auf Rang 5 und Philipp Allemann mit einer Bell 412 auf Rang 7. In der Kategorie F4H Modellflugzeuge holte sich Markus Günther aus Unterseen mit seinem Doppeldecker Sopwith Strutter, einem englischen Jagdflugzeug aus dem Jahr 1917, den dritten Rang und kehrte damit ebenfalls mit einer Medaille ins Berner Oberland zurück. «Das intensive Training von Michael Tschiemer und Markus Günther auf dem Flugplatz Interlaken, dem Gelände der Modellfluggruppe Interlaken, hat sich damit ausgezahlt», schreibt der Verein.
Seit 20 Jahren mit Super PumaZwischen Flügen und Bauwertungen gab es für die Piloten immer wieder die Möglichkeit, untereinander, aber auch mit dem interessierten Publikum in den Austausch zu gehen. «Tatsächlich ist für Laien kaum erkennbar, wie viel Training teilweise hinter den Piloten liegt, um ihre Figuren – auch bei starkem Wind – möglichst fehlerfrei in die Luft zu bringen», schreibt der Schweizerische Modellflugverband (SMV). Michael Tschiemer hat bereits fünf Schweizer-Meister-Titel in seinem Palmarès vorzuweisen. Seit 20 Jahren fliegt er seinen Super Puma. Den vormaligen Verbrennermotor hat er inzwischen durch einen Elektromotor ersetzt; die originalgetreue Färbung war dank guter Kontakte zur Schweizer Armee möglich. «Die Meisterschaft war mein Jahresziel, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung», sagt Tschiemer auf Anfrage. Für nächstes Jahr peilt er bereits die Titelverteidigung an.
www.modellflug.ch17. September 2026