Nino Grieder aus Unterseen schrieb eine Arbeit über die Entwicklung des Eishockeysports. (Bild: Christoph Buchs)
Der 16-jährige Nino Grieder aus Unterseen hat für seine Schulabschlussarbeit mit Eishockey-Legenden gesprochen. Er wollte wissen, wie sich der Hockeysport in den letzten zehn Jahren verändert hat.
Dass ein Neuntklässler für seine Schul-abschlussarbeit Gespräche mit Eishockey-Stars auswerten kann, ist sicher nicht alltäglich. Nino Grieder hat genau dies getan. Slawa Bykow, zweifacher Olympiasieger und fünffacher Weltmeister mit dem russischen bzw. sowjetischen Nationalteam und Stürmerlegende des HC Fribourg-Gottéron, gab sein Wissen dem 16-jährigen Schüler aus Unterseen genauso preis wie Simon Moser, langjähriger Captain und dreifacher Schweizer Meister mit dem SC Bern. Familiäre Bezüge waren beim Knüpfen dieser prominenten Kontakte hilfreich. «Mein Grossonkel ist in der Sportwelt gut vernetzt, er ist mit Bykow befreundet», sagt Grieder. Über einen Cousin von Grieders Mutter kam die Leitung zu Simon Moser zustande. Der 121-fache Nationalspieler vermittelte ihm ausserdem noch weitere Interviews mit den Schweizer Hockeyprofis Tim Bucher und Michael Flückiger. In seiner schriftlichen Arbeit ging Grieder der Frage nach, wie sich der Hockeysport in den letzten zehn Jahren verändert hat. «Von einer Saison auf die nächste sieht man kaum Veränderungen. Doch im Vergleich über eine Zeitspanne von zehn Jahren tut sich unglaublich viel», begründet Nino Grieder seine Themenwahl. «Diesen Aspekt fand ich sehr spannend.»
Eine Erkenntnis überraschteAus den Interviews zog er interessante Schlüsse. Etwa, dass die Entwicklung des Materials – Schlittschuhe, Stöcke und weitere Ausrüstung – für die ganze Entwicklung des Sports massgebend ist. So wurden Schlittschuhe beispielsweise leichter und werden heutzutage für jeden Spieler geformt und geschliffen, um die Kraft optimal auf das Eis zu übertragen. Auch die individuellen Taktiken der Hockeytrainer formen sich immer wieder neu. «Überrascht hat mich, dass es auf Profistufe Trainer gibt, welche die Spieltaktik komplett den Spielern überlassen», so Grieder. Als Nachwuchsspieler der Beo Yetis – ab der kommenden Saison in der U18 – ist Nino Grieder mit taktischen Elementen bestens vertraut. In seiner Familie gibt es zwar viele Hockeyfans, doch Nino ist der erste, der selber aktiv spielt. «Meine Mutter hat mich irgendwann für die Hockeyschule angemeldet, und mir hat es sofort gefallen.» Meist spielt er auf der Center-Position. «Irgendwann möchte ich in der 1. Mannschaft spielen», nennt er sein Ziel. «Und wenn ich gut genug bin, reicht es vielleicht auch für höhere Ligen.» Vorerst absolviert er ab Sommer die Handelsschule an der Feusi in Bern.
www.beo-yetis.ch18. Juni 2026