An der Bull Trophy spielen Frauen-, Männer- und Mixed-Teams, wobei es keine einzelnen Kategorien gibt. (Bild: zvg)
Die 38. Bull Trophy in Grindelwald, das traditionsreiche internationale Curlingturnier, findet dieses Wochenende vom 23. bis 25. Januar statt. Lokale Teams treffen auf starke Schweizer Equipen; auch ausländische Curler sind am Start.
Die Bull Trophy im Sportzentrum Grindelwald bietet traditionellerweise sowohl aktuellen Curlingteams eine Plattform wie auch früheren Top-Teams, aber auch Junioren sind am Start. Zudem haben Amateurmannschaften eine seltene Gelegenheit, wettkampfmässig gegen internationale Elite-Curler anzutreten.
Ins Leben gerufen wurde die Bull Trophy im Jahr 1976 von einer Initiantengruppe um den Hotelier Hansruedi Stettler anlässlich der Eröffnung des Sportzentrums. Damals nahmen 64 Mannschaften teil – ein Bestand, der auch bis in die 90er-Jahre anhielt. Zahlreiche Gewinnerinnen und Gewinner von WM- und Olympiamedaillen gaben sich am Grindelwalder «Muneli-Turnier», wie der Event im Volksmund genannt wird, die Ehre. Um die Jahrtausendwende beinhaltete das Teilnehmerfeld noch 48 Teams, galt aber noch immer als eines der grössten und am stärksten besetzten Turniere Europas. Nach der 33. Austragung im Jahr 2008, an der noch 24 Mannschaften teilnahmen, legte die Bull Trophy eine längere Pause ein. Die Gründe dafür sind vielfältig; fortwährende Terminkonflikte mit anderen Tunieren spielten aber eine wichtige Rolle.
Im Januar 2022 schliesslich wurde das Turnier wiederbelebt: 16 Teams reisten für die 34. Bull Trophy nach Grindelwald, darunter illustre Namen wie Silvana Tirinzoni, Alina Pätz oder Sven Michel. Der Europameister von 2012 aus Matten gewann damals zusammen mit dem Team Schwaller. Auch letztes Jahr blieb der Sieg in der Schweiz: Das Team Zug Revival mit Skip Yves Hess setzte sich vor zwei norwegischen Mannschaften an die Spitze.
Hess wird am Wochenende versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Am Start sind auch zwei Grindelwalder Frauenteams, angeführt von Martina Reuteler und Manuela Teuscher. Das Juniorenteam Interlaken-Bern mit Skip Simon Ringgenberg ist ebenso gemeldet wie das Team Saanenmöser um Marco Ramstein, der vier Medaillen von Grossanlässen vorzuweisen hat, darunter Olympia-Bronze im Jahr 2002. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld von acht weiteren Schweizer Equipen, zwei Teams aus Deutschland und einem aus Tschechien. Gespielt wird ab Freitag um 12.00 Uhr im Sportzentrum Grindelwald.
www.grindelwald-curling.ch22. Januar 2026