Die Inferno-Abfahrtsstrecke, hier im Bereich Schilthornhütte, bietet den Athletinnen und Athleten eine imposante Kulisse. (Bild: zvg)
Mürren – Die Inferno-Abfahrt vom Samstag verspricht auch in diesem Jahr Spektakel. Die 1850 Startplätze sind komplett ausgebucht. Das Rennen auf einer perfekt präparierten, schnellen Strecke dürfte bei idealen Wetterbedingungen stattfinden.
Mit grossen Schritten nähert sich das Inferno-Rennen seinem 100-Jahr-Jubiläum: 1928 wurde die legendäre Volksabfahrt von «skiverrückten» Briten in Mürren erstmals ausgetragen. Heute gilt das Inferno-Rennen als grösstes Amateurrennen des weltweiten Skisports. Die Teilnehmerzahl ist auf 1850 beschränkt. Jedes Jahr müssen einige hundert Startwillige abgewiesen werden.
Für die Abfahrt vom kommenden Samstag, 24. Januar, vermeldete das Organisationskomitee bereits Mitte Oktober: Ausgebucht! Über 2000 Anmeldungen gingen ein. Gemäss Rennreglement haben jene Fahrerinnen und Fahrer einen Startplatz auf sicher, die während der letzten drei Austragungen in der Abfahrt eine Inferno-Auszeichnung holten, also beispielsweise einen Kategoriensieg. Alle übrigen Anmeldungen werden ausgelost.
Start wieder am kleinen Schilthorn
Erfreuliches gibt es von der Streckenführung zu berichten. Während letztes Jahr die Bauarbeiten an der neuen Luftseilbahn zwischen Birg und Schilthorn den Start am kleinen Schilthorn verunmöglicht hatten, werden die Teilnehmenden am Samstag erstmals mit der neuen Bahn zum Gipfel fahren und das Rennen wie gewohnt in Angriff nehmen können. Das Ziel befindet sich in diesem Jahr bei der Winteregg. Ob Kilian Burri aus Boltigen und Tanja Brawand aus Grindelwald ihre Siege vom Vorjahr wiederholen können? Beide sind auch bei der diesjährigen Abfahrt am Start. Der erste Athlet stürzt sich um 8.50 Uhr, die letzte Athletin um 15.24 Uhr auf die Strecke.
Obwohl am Inferno-Rennen in Mürren klar die Abfahrt vom Samstag im Fokus ist, stehen – oder standen – auch dieses Jahr wieder zusätzliche Disziplinen auf dem Programm. Die Wettkämpfe der Superkombination starteten bereits gestern Mittwoch, 21. Januar, mit dem Nachtlanglauf, der in Stechelberg anstatt auf dem Allmendhubel stattfand. Heute Donnerstag folgt der Riesenslalom an der Winteregg (Start 10.00 Uhr). Neu wird die Rangverkündigung des gestrigen Nachtlanglaufs anstatt am Mittwochabend erst am Donnerstag nach dem Riesenslalom beim Restaurant Winteregg durchgeführt.
Bahnen mit Spezialfahrplan
Ergänzt werden die infernalen Aktivitäten von einem unterhaltsamen Rahmenprogramm. Am Freitag öffnet die Festwirtschaft im Sportzentrum Mürren um 18.30 Uhr. Ab 20.00 Uhr folgt der Inferno-Umzug vom Bahnhof BLM rund um das Dorf bis zum Sportzentrum mit Trychlern, Tambouren und Teufelsmasken. Nach letzten Informationen zur Abfahrt findet die traditionelle Teufelsverbrennung statt. Musikalische Unterhaltung mit «Keep Cool» bis 1.00 Uhr.
Am Samstagabend nach den Siegerehrungen (ab 20.30 Uhr) gibt es gar einen Festbetrieb mit Musik bis 3.00 Uhr. Sowohl die Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren wie auch die Schilthornbahn verkehren am Inferno-Wochenende nach Spezialfahrplänen mit vielen Extrafahrten bis in die frühen Morgenstunden, teilweise mit Anschluss an den Moonliner ab Lauterbrunnen.
www.inferno-muerren.ch22. Januar 2026